Nietzsche: Menschliches, Allzumenschliches

28. Nietzsche-Werkstatt-Schulpforta / 08. bis 11. 09. 2020

Menschliches, Allzumenschliches von 1878 mit seinen beiden Anhängen Vermischte Meinungen und Sprüche (1879) und Der Wanderer und sein Schatten (1880) ist das Buch mehrerer Umbrüche. Friedrich Nietzsche stand am Ende seiner Zeit als Professor in Basel und damit einer bürgerlich geordneten Existenz. Das Werk markiert zugleich eine dezidierte Abkehr von Nietzsches frühen Versuchen, in Anbindung an Schopenhauer und Wagner die Jetztzeitkultur zu reformieren. Den neuen Einsatz seines Philosophierens stellt er unter eine überraschende Widmung: Menschliches, Allzumenschliches ist prominent auf dem Titelblatt der Erstausgabe „Dem Andenken Voltaire’s geweiht“. Damit beruft sich sein Verfasser auf die Tradition der französischen Aufklärung. Aber auf welche Weise? Nietzsche schlägt einen neuen Ton an, indem er eine Form des Schreibens erprobt, die für ihn fortan stilbildend sein wird, nämlich die aphoristische Form. Das Werk ist nicht mehr als Abhandlung gestaltet, sondern als eine Sammlung von teilweise thematisch gruppierten Kurztexten. Was bedeutet das neue Schreiben für Nietzsches neues Denken? Ziel der Werkstatt ist es, dem oft vernachlässigten Werk die gebührende Aufmerksamkeit zuteilwerden zu lassen. Grundlage ist die gemeinsame Lektüre ausgewählter Texte Nietzsches (neben Kontexten und Sekundärliteratur). Im Zentrum stehen die Präsentation und Diskussion individueller Projekte der Teilnehmenden.

Wiss. Ltg: Katharina Grätz, Sebastian Kaufmann
und Andreas Urs Sommer (Freiburg/Br.)

Abstract (max. 500 Wörter) und CV bis 30. 06. 2020

Friedrich-Nietzsche-Stiftung und Nietzsche-Gesellschaft e.V.,
Nietzsche-Dokumentationszentrum, Jakobsmauer 12, D-06618 Naumburg/Saale
Tel.: +49 (0) 3445/ 26 11 33 Fax: +49 (0) 3445/ 26 11 58
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